Bildungsmonitor 2009: Alle Bundesländer verbessert – Sachsen führt Ländervergleich der INSM an

Die Bildungssysteme aller 16 Bundesländer sind innerhalb von fünf Jahren deutlich leistungsfähiger geworden, so das Ergebnis der Ländervergleichsstudie „Bildungsmonitor“, die seit 2004 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt wird. Verglichen wurden die Bildungssysteme der Länder anhand von 102 Indikatoren in 13 bildungspolitischen Handlungsfeldern, um abschließend zu bewerten, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes zum Wachstum der Wirtschaft beiträgt.
Spitzenreiter des Rankings bleibt zum dritten Mal in Folge Sachsen. Der Freistaat führt im Ländervergleich souverän und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Punkte gesteigert. Lediglich Mecklenburg-Vorpommern (+11,3 Punkte) kann einen noch höheren Zuwachs vorweisen. Thüringen verbesserte sich um einen Platz auf Rang 2, dicht gefolgt von Baden-Württemberg auf Platz 3.
Der wiederholte Sieg Sachsens, die starken Verbesserungen von Thüringen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern belegen einen im ersten Moment ungewöhnlichen Trend: Gute Bildung steht in keinem systematischen Zusammenhang mit der absoluten wirtschaftlichen Leistungskraft eines Bundeslandes. Beispiele dafür sind Sachsen und Thüringen, mit einem vergleichsweise niedrigen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Nach Angaben der Wissenschaftler ist entscheidend, dass die Länder bewusst mit Bildungszeit umgehen und Sachmittel und Personal effizient einsetzen. Zudem profitiert der Osten bereits vom demografischen Wandel: Aufgrund sinkender Schülerzahlen verteilen sich die vorhandenen Mittel auf weniger Köpfe, sodass ein größerer Bildungserfolg erzielt werden kann.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass sich der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre weiter fortsetzt. Die Voraussetzungen zur Förderung des wirtschaftlichen Wachstums haben sich in Deutschland gegenüber 1998 bis 2002, dem Zeitraum des ersten Bildungsmonitors, deutlich verbessert. Alle Bundesländer zusammen betrachtet haben gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Punkte, und im Bezug auf den Bildungsmonitor 2004 um 16,0 Punkte auf 65,4 Punkte zugelegt.