Archiv der Kategorie 'Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft'

INSM & Co.: Junge Soziale Marktwirtschaft

Freitag, den 25. Juli 2008

Junge Soziale Marktwirtschaft:

  • www.somawi-ist-toll.de/: Dieses Portal der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bietet eine Plattform für junge Menschen mit marktwirtschaftlichen Ideen.
  • www.wassollwerden.de/: Dieses INSM-Portal bietet Teens und Kids Hilfestellungen bei der Berufsfindung, fürs erfolgreiche Bewerben und viele andere Jugendthemen.
  • www.wahre-superstars.de/.de/: Dieses INSM-Portal präsentiert 50 junge Wissenschaftler mit ihren Ideen, Erfindungen und innovativen Lösungsansätzen für eine bessere Zukunft. Erschienen sind diese Proträts auch in einem INSM-Buch unter dem Titel “Deutschlands wahre Superstars”.

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) im Einsatz für mehr Wettbewerb: die INSM-Rankings

Dienstag, den 22. Juli 2008

Rankings der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)

Auf den unterschiedlichsten Feldern sorgt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) durch wissenschaftlich fundierte Studien für mehr Transparenz. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für einen fruchtbaren und der Allgemeinheit dienenden Wettbewerb.

INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) im Netz: Einsatz für marktwirtschaftliche Erneuerung

Donnerstag, den 17. Juli 2008

Hier finden Sie interessante Online-Angebote rund um marktwirtschaftliche Reformen.

Alles über den Einsatz der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) für marktwirtschaftliche Erneuerung:

  • www.insm.de: Hauptportal der NGO INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) – alles über marktwirtschaftliche Erneuerung.
  • www.insm.com/: Informationen zur deutschen Reformdebatte in deutsch und englisch für ein internationales Publikum. Ein Projekt der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
  • www.insm-tagebuch.de/: Diese Website der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) bietet eine Chronik aller Aktionen, Ereignisse, Termine und Resonanzen von und über die INSM.
  • www.insm-suche.de/: Per INSM-Suche sind sekundenschnell alle Infos zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) verfügbar.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft startet neue Internetplattform / Soziale Marktwirtschaft ist toll!

Mittwoch, den 18. Juni 2008

Hier geht es zur INSM-WebseiteKöln – Soziale Marktwirtschaft ist toll! Diese Botschaft will die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit der Internetplattform “Soziale Marktwirtschaft ist toll jungen Menschen” vermitteln.

Die Soziale Marktwirtschaft gibt jedem die Chance, aus eigener Kraft seine Ideen und Ziele in Freiheit und eigenverantwortlich umzusetzen.Sie bietet gerade auch jungen Menschen die meisten Wahlmöglichkeiten für ihre Lebensplanung. “Soziale Marktwirtschaft ist toll” soll es jungen Menschen mit unterschiedlichen Ideen und Fähigkeiten ermöglichen, ein Netzwerk aufzubauen und die passenden Partner für ein gemeinsames Projekt zu finden – mit denen man im Idealfall zusammen arbeitet. Sie können ihr eigenes Profil einstellen, Kontakt zu anderen Usern aufnehmen oder von ihnen gefunden werden.

Zum Start der Internetseite lobt die INSM einen Wettbewerb aus. Jeder mit einer guten Projektidee kann sein Konzept einsenden und eine Startfinanzierung in Höhe von 5.000 Euro gewinnen, wobei sich nicht nur Existenzgründer angesprochen fühlen sollen.

Stellvertretend werden auf der Startseite fünf junge Menschen vorgestellt, die an eigenen Projekten arbeiten, immer auf der Suche nach neuen Ideen sind und die die unverzichtbaren Werte für eine funktionierende Soziale Marktwirtschaft – Eigeninitiative, Kreativität, Verantwortung, Leistungsbereitschaft, Wettbewerb, Freiheit – vermitteln: die angehende Modedesignerin Melissa Lee, der Musiker Maliq, der Sternekoch Marco Müller, die Friseurin Ellen Kästner und Andreas Unterberg, der auch ohne Abitur, aber mit Zielstrebigkeit seinen Weg zum Traumberuf Pilot geht.

Pressekontakt:

Nicole G. Putna, Tel.: (0221) 4981-401, E-Mail: putna@insm.de

Das Foto finden Sie hier in druckfähiger Auflösung zum Download.

Aktion zur Festveranstaltung „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft“

Dienstag, den 17. Juni 2008

Meilensteine mahnen: Soziale Marktwirtschaft erhalten!

Jena. – Mit einer bildstarken Aktion wird die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am 20. Juni 2008 anlässlich des Festakts zum Jubiläum „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft“ in Anwesenheit des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus und des Bundespräsidenten a.D. Prof. Dr. Roman Herzog vor der Friedrich-Schiller-Universität Jena für den Erhalt der Sozialen Marktwirtschaft demonstrieren.

Vor dem Hauptgebäude der Universität am Fürstengraben wird die INSM „Meilen-steine der Sozialen Marktwirtschaft“ aufstellen. Die 1,70 m hohen Meilensteine stehen für die wichtigsten politischen Weichenstellungen, welche die Soziale Marktwirtschaft in den vergangenen 60 Jahren geprägt haben. Gleichzeitig fordern sie die Große Koalition auf, endlich politisch tätig zu werden, um die Soziale Marktwirtschaft im Sinne Ludwig Erhards zu erhalten.

Termin: Freitag, 20. Juni 2008 ab 15:30 Uhr,
vor dem Hauptgebäude der Friedrich-Schiller-Universität,
Fürstengraben 1, 07743 Jena

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) tritt für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Deutschland ein, um langfristig Wachstum und Wohl-stand zu sichern. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.insm.de.

Pressekontakt:
Jörg Sautner,
Tel.: (030) 700 186 696,
(0163) 6043137,
E-Mail: joerg.sautner@s-f.com

Fototermin als PDF-Download

INSM und WiWo präsentieren Bundesländerranking 2008

Freitag, den 13. Juni 2008

Hamburg ist Dynamiksieger 2008, doch auch Mecklenburg-Vorpommern legt gewaltig zu
Südländer setzen sich weiter ab, Ostländer profitieren vom Aufschwung – im Westen wenig Neues

Berlin/Köln. – Der Stadtstaat Hamburg ist Sieger des INSM-WiWo-Bundesländerrankings 2008. Kein Bundesland zeigte nach dem heute vorgelegten wissenschaftlichen Ländervergleich in der Zeit von 2004 bis 2007 eine bessere Wirtschaftsdynamik. Für die Expertise im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche haben Wissenschaftler der IW Consult GmbH fast 100 ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Arbeitsmarktdaten, Kaufkraft, Kitabetreuungsquote oder Investitionsquote ausgewertet. Zusätzlich wurden die Unternehmer in den 16 Bundesländern danach befragt, wie stark sie mit Bürokratie konfrontiert sind.

Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern haben sich danach in den letzten Jahren von sehr unterschiedlichen Niveaus aus am besten entwickelt. Hinten liegen im Dynamikvergleich Bremen (Platz 16), Nordrhein-Westfalen (15) und das Saarland (14).

Dynamiksieger Hamburg profitiert als internationale Hafenstadt in besonderer Weise davon, dass man sich dort „frühzeitig auf die veränderten Bedingungen im internationalen Warenaustausch eingestellt hat“, so Dr. Michael Inacker, stellvertretender Chefredakteur der WirtschaftsWoche. Inacker lobt in diesem Zusammenhang besonders „die wirtschaftsfreundliche Politik des Hamburger Senats, der den Ausbau des Hafens und eine Vertiefung der Elbe ermöglicht hat“. Zudem ist Hamburg zweitgrößter europäischer Standort der zivilen Luftfahrt.

In den Daten des aktuellen INSM-WiWo-Bundesländerrankings zeigen sich die erzielten Erfolge beispielsweise so:
Hamburg erlebte in den Jahren 2004 bis 2007 einen Einwohnerzuwachs von 1,4 Prozent, während die Einwohnerzahl im Bundesschnitt um 0,3 Prozent sank. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Hamburg in der Zeit von 2004 bis 2007 um 4 Prozent, während sie im Schnitt aller Bundesländer nur um 2,2 Prozent stieg. Hamburg punktet auch bei den verfügbaren Einkommen. Diese stiegen in der Zeit von 2004 bis 2006 um 6,4 Prozent. Bundesweit waren es nur 3,8 Prozent.

Den zweiten Platz im Dynamikranking belegt überraschend Mecklenburg-Vorpommern. Das Land profitierte nach Einschätzung der Wissenschaftler in besonderer Weise vom Aufschwung der letzten Jahre und verbesserte seine Arbeitsmarktperformance – wenn auch von einem sehr niedrigen Niveau aus sehr stark. Von 2004 bis 2007 stieg die Versorgung mit Jobs in Mecklenburg-Vorpommern um 6,9 Prozentpunkte. Bundesweit waren es 4,1 Prozentpunkte. Deutlich verbesserte sich in MVP auch die öffentliche Sicherheit, die Zahl der Straftaten ging von 2004 bis 2007 um 13,6 Prozent zurück, während sie bundesweit nur um 5 Prozent sank. Ebenso verbesserte sich die Versorgung mit Lehrstellen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich – um 8,8 Prozent gegenüber 3,4 Prozent bundesweit.

Auch die ostdeutschen Bundesländer Brandenburg (Platz 5) und Sachsen (Platz 6) profitierten in unterschiedlichem Maß vom Aufschwung. Hier sanken die Arbeitslosenquoten überdurchschnittlich stark. Unterm Strich zieht Studienleiter Dr. Karl Lichtblau das Fazit, „dass der ostdeutsche Arbeitsmarkt in besonderer Weise vom Aufschwung der letzten Jahre profitiert hat“. Allerdings spiegeln sich diese Veränderungen noch nicht in Wohlstandsindikatoren wie „Kaufkraft“ oder „Verfügbares Einkommen“ wieder.

Hier und in vielen anderen Bereichen punkten die Südländer Bayern und Baden-Württemberg, die ihren Vorsprung gegenüber dem Rest der Republik zum Teil noch ausbauen konnten. Bayern und Baden-Württemberg belegen die Plätze 3 und 4 im Dynamikranking. Sie finden sich aber gleichzeitig auch auf den ersten beiden Plätzen im Bestandsranking, das den Ist-Zustand dokumentiert. „Beide Länder profitieren von einer starken Industrie, einer hohen Exportquote und einer hohen Konzerndichte, einer gut ausgebildeten Bevölkerung – kurzum: Sie haben sich wie auch Hamburg in der Globalisierung gut aufgestellt“, erklärt dazu INSM-Geschäftsführer Dieter Rath.

Bayern hält bundesweit zahlreiche Top-Positionen – so zum Beispiel bei der Kaufkraft: 20.340 Euro je Einwohner gegenüber einem Bundesdurchschnitt von 18.734 Euro, oder auch bei der inneren Sicherheit: 64,3 Prozent aller Straftaten werden hier aufgeklärt, bundesweit sind es nur 55 Prozent.

Wie Bayern hat auch Baden-Württemberg exzellente Daten am Arbeitsmarkt. Im Ländle gab es im Jahr 2007 nur 4,9 Prozent Arbeitslose, bundesweit war der Prozentsatz fast doppelt so hoch. Deutschlands Spitze hält Baden-Württemberg auch bei der Exportquote seiner Industrie. Sie liegt bei 51,2 Prozent, gegenüber 44,9 Prozent bundesweit. Nirgendwo in Deutschland werden bezogen auf die Einwohnerzahl auch so viele Patente angemeldet wie in Baden-Württemberg.

Die Schlusslichter im Dynamikranking
Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland belegt den vorletzten Platz im Dynamikranking, Bremen ist Schlusslicht. Beide Länder haben einen starken wirtschaftsstrukturellen Wandel zu verkraften.

Die gesamten Ergebnisse der Studie sowie alle detaillierten Stärken-Schwächen-Profile der 16 Bundesländer können im Internet unter www.bundeslaenderranking.de und www.wiwo.de/laenderranking abgerufen werden.

Pressekontakte

INSM:
Dieter Rath
Tel.: (0171) 5488666
E-Mail: rath@insm.de

Carsten Seim
Tel: (0221) 4981 403
E-Mail: seim@insm.de

WirtschaftsWoche:
Bert Losse
Tel.: (0211) 887-2124;
Email: bert.losse@wiwo.de

Weiterführende Informationen:

Der Bericht zum INSM-Bundesländerranking 2008 als PDF

Die Zusammenfassung zum INSM-Bundesländerranking 2008 als PDF

Die Pressemeldung zum INSM-Bundesländerranking 2008 als PDF

„Meilensteine mahnen Große Koalition: Soziale Marktwirtschaft erneuern!“

Donnerstag, den 12. Juni 2008

Aktion zur Festveranstaltung „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft”INSM Meilensteine

Berlin – Die Initiative Neue Soziale Markwirtschaft (INSM) forderte heute vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Große Koalition zur Stärkung der Sozialen Marktwirtschaft auf. Fünf „Meilensteine“ mit wichtigen politischen Entscheidungen wurden von der INSM vor dem BMWi aufgestellt. Ein sechster „Meilenstein“ stellt die Frage, welchen Beitrag die Große Koalition zur Verbesserung unserer Wirtschafts- und Sozialsysteme geleistet hat. Die Aktion fand anlässlich der Festveranstaltung „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft“ statt, die in Anwesenheit der Bundeskanzlerin Angela Merkel begangen wurde.

Die 1,70 m hohen Meilensteine stehen für herausragende politische Weichenstellungen aus den vergangenen 60 Jahren: die Währungsreform (1948), das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (1958), der Neubeginn marktwirtschaftlicher Politik (1982), die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (1993) und die Agenda 2010 (2003).

Der letzte Meilenstein fragt: „Was ist der Beitrag der Große Koalition?“„Die Große Koalition tut zu wenig, um die Erfolgsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft fortzuschreiben. Statt die Weichen auf mehr Wachstum und Beschäftigung zu stellen, werden neue Hürden vor allem auf dem Arbeitsmarkt aufgebaut“, erklärte INSMGeschäftsführer Max A. Höfer zur Aktion.

Die INSM tritt für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Deutschland ein, um langfristig Wohlstand und Wachstum zu sichern.

Pressekontakt:
Max A. Höfer,
Tel.: (0221) 4981-404,
E-Mail: hoefer@insm.de

Weiterführende Informationen

Die Pressemeldung als PDF downloaden.

Lesen Sie im INSM-Merkelmeter, der Politikanalyse der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, was die Große Koalition seit 2005 zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft unternommen hat. Das INSM-Merkelmeter ist unterteilt in die Bereiche Arbeitsmarktpolitik, Sozialpolitik, Steuer- und Finanzpolitik sowie Bürokratieabbau.

Die aktuelle wissenschaftliche Bewertung der Bundespolitik von Prof. Dr. Michael Hüther:

Union und SPD überbieten sich in vermeintlich sozialen Projekten – wie zum Beispiel Mindestlöhnen, die am Ende Beschäftigung kosten werden, und sinnlosen, aber teuren öffentlichen Beschäftigungsprogrammen, mit denen sie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) durch die Hintertür wieder einführen. Das neunte Merkelmeter, die wissenschaftliche Politik-Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche, belegt den Eindruck, dass sich die Große Koalition zurzeit auf dem Aufschwung ausruht.

Die aktuelle Dokumentation und wissenschaftliche Bewertung der Koalitions-Gesetzgebung seit Sommer 2007 zeigt darüber hinaus: Die Koalition hat reformpolitisch Boden verloren und ist von einer Politik, die langfristig mehr Wachstum und Beschäftigung ermöglicht, weiter entfernt als noch im Sommer. Die Punktzahl des Merkelmeters fiel von 4,2 Punkten im Sommer auf nun 3,1 von 100 in dieser Legislaturperiode möglichen Zählern. Bei einem Wert von 100 hätte die Koalition nach einem wissenschaftlichen Maßnahmeplan des IW Köln optimale Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wachstum und mehr Beschäftigung in Deutschland geschaffen. Der aktuelle Wert des INSM-WiWo-Merkelmeters gibt eine Vorstellung davon, wie weit die Koalition von diesem Ziel noch entfernt ist.

Dieser Rückschritt geht vor allem auf arbeitsmarktpolitische Fehlentscheidungen zurück. Hier hagelte es in jüngster Zeit populistische Polit-Placebos. So führt die Koalition über den „Kommunal-Kombi“ die teuren und gleichzeitig weitgehend wirkungslosen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wieder ein. Gegen den fachlichen Rat vieler Ökonomen verlängert die Regierung Merkel zudem die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für Ältere. Dabei hat die im Zuge der Agenda 2010 durchgesetzte Verkürzung auf 12 Monate bzw. 18 Monate (für über 55-Jährige) nachweislich neue Arbeitsanreize geschaffen und zig tausende von Älteren zurück in eine reguläre Beschäftigung geführt. Die Bundesregierung billigte darüber hinaus branchenspezifische Mindestlöhne sowie einen Mindestlohn im Postgewerbe. Das könnte den Anfang einer Lawine von Forderungen nach staatlicher Lohnkontrolle markieren – und am Ende den hunderttausendfachen Verlust von Arbeitsplätzen, weil Unternehmen geringer Qualifizierte zu einem staatlichen Garantielohn nicht mehr einstellen können.

In der Finanzpolitik steuert die Große Koalition auf eine Entscheidung zu, die vor allem die für unsere Wirtschaft so wichtigen Familienunternehmen beeinträchtigen wird: Die geplante Reform der Erbschaftssteuer droht in bürokratischer Konfusion zu enden. Die Bundesregierung präsentiert einen Gesetzentwurf, der den Erlass der Erbschaftssteuer von so komplizierten Auflagen abhängig macht, dass man sich wünscht, Deutschland würde dem Beispiel Österreichs folgen: Dort wird man die Erbschaftssteuer einfach abschaffen.

„Einstieg in Arbeit“ – die INSM-Schiffstour im Regierungsviertel

Dienstag, den 10. Juni 2008

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft holt Prominente, Experten und Bürger ins Boot für mehr Beschäftigung

Berlin. – Sommer 2008: Noch immer sind Millionen Menschen in Deutschland auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Gerade unter den jüngeren und älteren finden viele keinen Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Einstiegshürden sind hoch. Wie sie überwunden werden können und welche neuen Konzepte wir brauchen, um Beschäftigung für mehr Menschen zu schaffen, das ist Gegenstand der aktuellen Kampagne „Einstieg in Arbeit“ der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). „Der berufliche Aufstieg ist perspektivisch immer ein wichtiges Thema“, fasst INSM-Geschäftsführer Dieter Rath die Kampagnenidee zusammen, „aber für viele Menschen ist der Einstieg in Arbeit das eigentliche Problem, und wir möchten Politik und Bürger anregen, gemeinsam mit uns über neue Konzepte nachzudenken.“

Vom 16. bis 18. Juni 2008 lädt die INSM gemeinsam mit dem Tagesspiegel zur Diskussion auf das Spreeboot „Comtess“ im Regierungsviertel ein. An Bord sind u.a. Andreas Schneider, der PISA-Experte der OECD, der „Arbeitsbeschaffer“ Lars Naun-dorf, die Politikerin Ekin Deligöz und der Schattenwirtschaftsexperte Prof. Friedrich Schneider. Sie und weitere Prominente diskutieren mit interessierten Bürgern über neue Wege zu mehr Beschäftigung.

Jeder der drei Tage ist einem Thema gewidmet: Am 16.6. geht es um bessere Bildungschancen, am 17.6. um den umstrittenen Mindestlohn und seine Wirkungen und am 18.6. darum, wie Familie und Karriere besser vereinbar sein können. Zum Programm gehört an jedem der drei Thementage vormittags eine Podiumsdiskussion; am Nachmittag gibt es Zuschauergespräche mit einem Experten und einen unterhaltsamen Ausklang.

Mehr zu den Inhalten der Kampagne finden Sie unter www.einstieg-in-arbeit.de.
Im Rahmen der Schiffstouren sind Einzelinterviews mit den Gästen nach Absprache gern möglich. Das vollständige Programm finden Sie anbei.

Über Ihre Anmeldung mit dem beigefügten Faxformular würden wir uns freuen.

INSM-Pressemeldung als PDF-Download.

Pressekontakt:
Barbara Willms,
Tel.: (0172) 2486252,
E-Mail: willms@insm.de

INSM-Allensbach-Umfrage zu Ausbildungs- und Arbeitsplatzchancen für gering qualifizierte Jugendliche

Mittwoch, den 4. Juni 2008

Einstieg in Arbeit: Hier geht es zur WebsiteUnternehmer, Lehrer und Sozialarbeiter bemängeln Bildungs- und Motivationsdefizite bei Jugendlichen

Berlin. – Gering qualifizierte Jugendliche haben in Deutschland schlechte Chancen, einen Job zu finden. Darin stimmen über 90 Prozent der vom Institut für Demoskopie Allensbach befragten Arbeitgeber, Sozialarbeiter und Lehrer überein. Befragt wurden 506 Arbeitgeber, Sozialarbeiter/-pädagogen und Lehrer an Haupt-, Mittel- und Förderschulen. Die Umfrage stellte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) am Mittwoch in Berlin vor.

Arbeitgeber, Sozialarbeiter und Lehrer sind sich erstaunlich einig: Die Gründe für die schlechten Jobaussichten sehen sie vor allem in Motivations- und Persönlichkeitsdefiziten der gering qualifizierten Jugendlichen, die mit den gestiegenen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht Schritt halten können. Drei Viertel der Befragten nannten die fehlende Leistungsbereitschaft der Jugendlichen, sowie Unpünktlichkeit und fehlendes Bewusstsein für Regeln als Einstellungshindernisse. Unternehmer (92 Prozent) bemängelten schlechte Grundfertigkeiten beim Rechnen und Schreiben, während Sozialarbeiter (89 Prozent) und Lehrer (85 Prozent) die niedrige Frustrationsschwelle als Haupthindernis für einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz ansahen.

Die Bereitschaft der Jugendlichen, von staatlicher Unterstützung zu leben, wird von Sozialarbeitern und Lehrern hoch eingeschätzt. Nur einem geringen Teil der Jugendlichen ist es wichtig, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, glauben Sozialarbeiter (12 Prozent) und Lehrer (25 Prozent). Arbeitgeber (89 Prozent), Sozialarbeiter (75 Prozent) und Lehrer (71 Prozent) sind unisono der Meinung, dass die Jugendlichen eine bessere schulische Qualifikation benötigen. Sie befürworten eine engere Zusammenarbeit von Betrieben und Schulen. Sozialarbeiter und Lehrer befürworten auch den Ausbau der sozialpädagogischen Betreuung.

Staatliche Lohnzuschüsse für gering qualifizierte Jugendliche werden von der Mehrheit der Befragten hingegen nicht als Allheilmittel gesehen. Immerhin 31 Prozent der kleinen Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern versprechen sich jedoch einen positiven Beschäftigungseffekt. “Am wichtigsten ist eine langfristige Qualifizierungsoffensive”, sagt INSM Geschäftsführer Max A. Höfer, “ein Kombi-Lohn kann besonders in kleinen Betrieben neue Jobs für Geringqualifizierte schaffen”. Starke Befürwortung von allen Seiten (zirka 60 Prozent) findet zudem der Vorschlag, staatliche Zuschüsse zu den Lohnkosten an Ausbildungsbetriebe zu zahlen.

Pressekontakt: Max A. Höfer, Tel.: (0172) 9243939, E-Mail: hoefer@insm.de

Ergänzende Informationen finden Sie auf der Website Einstieg in Arbeit

Wissenschaftler haben hier Auftrag der INSM wichtige Beschäftigungshürden identifiziert und Auswege aus der Problematik ermittelt. Eine wichtige Beschäftigungshürde sind Bildungsdefzite. Dazu heißt es auf dem von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eingerichteten Online-Portal:

Menschen mit wenig Bildung haben wenig Aussichten auf Beschäftigung.
Bereits an dieser Stelle muss späterem Schulversagen von Kindern aus sozial schwächeren Familien vorgebeugt werden. Bildungsdefizite sind hier in Deutschland besonders ausgeprägt, so der PISA-Vergleich mit anderen Industrieländern.

Akuter Handlungsbedarf besteht zudem an den Hauptschulen. Perspektivlosigkeit und Gewalt verhindern hier vielerorts eine adäquate Bildung. Die Schulabbrecher-Quote muss drastisch sinken. Anzustreben ist eine Ganztagsschul-Betreuung, die eine bessere Betreuung der Schüler zum Beispiel bei den Hausaufgaben ermöglicht. Ein Ganztagsbetrieb eröffnet zudem die Möglichkeit zur Förderung von Schülern, die zum Beispiel aufgrund von Sprachdefiziten dem Unterricht gar nicht folgen können. Dies ist vor allem in multikulturell geprägten Regionen wichtig.

Fazit: Zu Recht klagen Unternehmen aktuell über unzureichende Fähigkeiten von Schulabgängern im Lesen, Schreiben und Rechnen. Das muss sich im Interesse der Betroffenen, aber auch im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland ändern. Dafür brauchen wir eine bessere Bildung.

Weitere Beschäftigungshürden und Wege aus dem Dilemma finden Sie auf dem INSM-Portal www.einstieg-in-arbeit.de.

INSM-Pressemitteilung zur Allensbach-Umfrage zum PDF-Download.
 

TNS Emnid-Umfrage zu Abgabenbelastung und Beschäftigung – Bevölkerung und Unternehmen einig: Geringere Sozialabgaben und Steuern bringen mehr Jobs

Donnerstag, den 29. Mai 2008

Logo von TNS EmnidBerlin – Arbeitslosigkeit ist der Hauptgrund für Armut. Deshalb sind neue Jobs so wichtig. Welche Maßnahmen schaffen wirklich Arbeit? Was bremst die Neueinstellung von Mitarbeitern? Diese Fragen stellte TNS Emnid in einer repräsentativen Umfrage sowohl an private Haushalte in Deutschland als auch an Unternehmen. Die Antworten dieser Befragung für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) sind überraschend ähnlich. Haupthemmnisse für neue Jobs sind:

1. Zu hohe Lohnnebenkosten/Sozialabgaben
(80 Prozent der Unternehmen, 73Prozent der Bevölkerung),
2. Fachkräftemangel (69 Prozent der Unternehmen, 76 Prozent der Bevölkerung),
3. schlechte Qualifikation von Berufseinsteigern (69 Prozent der Unternehmen, 72 Prozent der Bevölkerung),
4. zu rigider Kündigungsschutz (62 Prozent der Unternehmen, 66 Prozent der Bevölkerung). In der aktuellen Politik spielt die Entlastung der Bevölkerung von Steuern und Abgaben eine große Rolle: Laut TNS Emnid-Umfrage meinen 54 Prozent der Bevölkerung, dass eine Senkung der Sozialabgaben ganz sicher neue Arbeitsplätze schaffen würde. 41 Prozent erwarten von einer Senkung der Einkommensteuersätze mehr Jobs.

Die Umfrage führte TNS Emnid Anfang Mai im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) durch. “Bevölkerung und Unternehmen stimmen in hohem Maß überein, dass die hohe Abgabenbelastung, Bildungsdefizite und ein zu rigider Kündigungsschutz Barrieren für den Einstieg in Arbeit sind”, kommentiert INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer die TNS Emnid-Ergebisse.

Zur aktuellen Debatte, ob ein Mindestlohn oder ein Kombilohn, bei dem der Staat einen geringen Lohn aufstockt, besser wäre, sagen 42 Prozent der Bevölkerung, ein Kombilohn schaffe mehr Arbeitsplätze. 31 Prozent sind der Meinung, dass ein Mindestlohn Arbeitsplätze kostet. 43 Prozent sehen keine Veränderung durch einen Mindestlohn, lediglich 21 Prozent versprechen sich von einem Mindestlohn neue Jobs.

“Die Große Koalition muss also deutlich mehr tun, um den Weg in den Arbeitsmarkt freizumachen. Vor allem aber darf sie keine neuen Hürden aufbauen, wie dies beim Mindestlohn der Fall ist”, so Höfer weiter.

Pressekontakt:

Max A. Höfer, Tel.: (0172) 9243939, E-Mail: hoefer@insm.de

Ergänzende Informationen über Hürden, die Menschen am Einstieg in Arbeit hindern, finden Sie auf dem INSM-Webportal “Einstieg in Arbeit”. Hier finden Sie auch wissenschaftlich fundierte Hinweise, wie mehr Menschen in Beschäftigung finden können. Als Hauptbeschäftigungshürden haben die Wissenschaftler identifiziert:

 

Bildungsdefizite: Zu Recht klagen Unternehmen aktuell über unzureichende Fähigkeiten von Schulabgängern. Fakt ist: Die Zahl der Schulabbrecher und Abgänger ohne Abschluss ist vor allem an Hauptschulen zu hoch. Hier muss sich etwas ändern, damit Menschen besser gebildet werden und später erfolgreicher im Beruf sein können. Optimale Förderung gerade von Kindern aus sozial schwächeren Schichten muss bereits im Kindergartenalter beginnen. Lesen Sie hier mehr

Bürokratie: 46 Milliarden Euro jährlich kostet die staatliche Bürokratie die Unternehmen. Könnten wir in Deutschland den Paragraphen-Dschungel lichten und die Vorschriften auf das Niveau Großbritanniens senken, so hätten wir die Chance, eine halbe Million neue offizielle Jobs zu gewinnen. Lesen Sie hier mehr…

ein rigider Kündigungsschutz: Der starre Kündigungsschutz in Deutschland hilft Arbeitsplatzbesitzern, ihren Job zu behalten. Er schadet aber den Arbeitslosen – den Outsidern –, die keinen Einstieg in Beschäftigung finden, weil Unternehmen Neueinstellungen fürchten – aus Angst, dass sie einmal eingestellte Arbeitskräfte bei einem Auftragsloch nicht mehr abbauen können. Lesen Sie hier mehr…

hohe Lohnzusatzkosten: 33 Euro pro Stunde zahlt ein Unternehmen nach jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt für einen Arbeitnehmer im verarbeitenden Gewerbe. Und das liegt nicht in erster Linie an dem, was ein Arbeitnehmer ausgezahlt bekommt, sondern an den Lohnzusatzkosten – dem sogenannten zweiten Lohn. Diese Kosten müssen sinken, damit Deutschland im internationalen Vergleich der Personalkosten punkten kann. Lesen Sie dazu hier mehr

Mindestlöhne: Immer massiver werden die Rufe nach einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Doch was die Befürworter nicht auf Ihrer Rechnung haben, ist die Frage, wer die Mitarbeiter einstellen oder im Job halten soll, wenn ihre Produktivität geringer ist als der angestrebte Mindestlohn von 7,50 Euro. Dieses Problem betrifft vor allem geringer Qualifizierte, die bereits jetzt Sorgenkinder des Arbeitsmarktes sind. Lesen Sie dazu hier mehr…

Studie: PISA hat Bildungspolitik mobilisiert: “Politik-Check Schule” dokumentiert Fortschritte in allen Bundesländern

Dienstag, den 27. Mai 2008

INSM-Politik-Check Schule: Hier geht es zur WebsiteKöln. – Der PISA-Schock zeigt Wirkung: Alle 16 Landesregierungen haben – wenn auch in unterschiedlichem Tempo – ihre Schulgesetze und ihre Schulpolitik modernisiert. In Schulnoten ausgedrückt reichen die Verbesserungen insgesamt betrachtet von “gut” bis “befriedigend”, so die Studie “Politik-Check Schule” des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Sie stellt den Bundesländern ein Zeugnis aus. IW-Direktor Professor Michael Hüther präsentierte die Ergebnisse heute in Berlin in Anwesenheit der nordrhein-westfälischen Schulministerin Barbara Sommer.

Nordrhein-Westfalen ist Spitzenreiter einer Gruppe von fünf Bundesländern, die ihre schulpolitischen Hausaufgaben besonders gut erledigt haben: Neben Nordrhein-Westfalen sind das Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern die alle ein glattes “gut” erhalten. Diese Noten setzen sich zusammen aus den Wertungen in fünf Handlungsfeldern.

Bildungsziele:
Die IW-Wissenschaftler analysieren hier, welche schulpolitischen Verbesserungen die Landesregierungen in ihren Schulgesetzen verankert haben. Dazu gehört die Selbstverpflichtung, sich an den von der Kultusministerkonferenz beschlossenen Bildungsstandards zu orientieren, für systematische Qualitätssicherung zu sorgen und die Schulen mit mehr Selbstständigkeit auszustatten. Bei der Verankerung der “Bildungsziele” schnitten die Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen mit “sehr gut” ab.
Die weiteren Bereiche zeigen, wie weit der politische Anspruch in die Realität umgesetzt wird:

Qualitätssicherung:
Gefragt wird hier, welche verbindlichen Instrumente eingeführt wurden, um Lernerfolge zu messen und zu verbessern. Dazu zählen landesweite Schulinspektionen und Vergleichsarbeiten in allen Schulen sowie zentrale Prüfungen. Spitzenreiter sind Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen (alle 1-) sowie Bayern, Niedersachsen und Sachsen (jeweils 2+).

Systemmanagement:
Hier geht es um die Frage, wie selbstständig Schulen bereits arbeiten können, und wie viele Kompetenzen die Landesregierungen den Schulleitern zugestehen. Spitzenreiter ist hier Mecklenburg-Vorpommern mit einer 1. Dort liegt die Verantwortung für den Unterrichtserfolg sowie die Einstellung von Lehrern, bereits weitgehend in den Händen der Schulleiter.

Schulkultur:
Hier teilen sich die Länder Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein (jeweils 2-) die Spitzenposition. Schulen dort sind aufgefordert, ihre pädagogische Praxis an einem Schulprogramm zu orientieren. Defizite gibt es bundesweit beim Angebot verpflichtender Ganztagsschulen, die vor allem für die Förderung von Kindern aus bildungsärmeren Schichten sehr wichtig sind.

Lehren und Lernen:
Politik muss Schulen eindeutige Ziele vorgeben, welche Kompetenzen Schüler in bestimmten Abschnitten ihrer Schullaufbahn haben müssen. Gefordert sind auch Kernlehrpläne, die konkret formulieren, wie der Unterricht gestaltet werden sollte, damit bestimmte Kompetenzen erworben werden können. Bes-tes Bundesland in diesem Qualitätsbereich ist Hessen (2+). Die Politik gibt dort eindeutige Ziele vor, welche Kompetenzen Schüler in bestimmten Abschnitten ihrer Schullaufbahn haben müssen. Hessen verfügt darüber hinaus über gute Angebote zur Förderung bestimmter Zielgruppen wie hochbegabte oder lernschwache Schüler.

Fazit:
“Unsere Studie belegt, dass alle Landesregierungen die aus Expertensicht notwendigen bildungspolitischen Ziele in ihren Schulgesetzen inzwischen klar formuliert haben”, kommentierte IW-Direktor Hüther die Ergebnisse des Politik-Checks Schule. Die Studie deckt aber auch auf, wo die Länder auf dem Weg zu besserer Schulbildung noch Nachholbedarf haben.

Hüther: “In vielen Bundesländern zögert die Politik noch, den Schulen echte Selbstständigkeit und den Schulleitern die nötigen Führungskompetenzen einzu-räumen, die sie brauchen, um ihre Schulen zu besseren Lernerfolgen zu führen. Schulleiter, die keine Disziplinar- und Budgetrechte haben, können ihr Unterrichtsteam nicht nach Leistung bezahlen und haben damit ein Motivationsproblem. Das muss sich ändern.” Schulleiter müssen nach Auffassung Hüthers darüber hinaus das Recht erhalten, eigenverantwortlich Lehrer einzustellen.

“Die Bildungspolitik muss Schulen darauf verpflichten, ihre Leistung transparent zu machen, damit Eltern wissen, wo sie ihre Kinder einschulen”, forderte INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer. Die INSM-Expertise hatte ergeben, dass die interne und externe Prüfung der Leistungen von Schulen sowie ihrer Unterrichtsqualität in vielen Bundesländern erst am Anfang steht. Höfer: “Schulwahl darf kein Blindflug sein. In Schweden werden Schulleistungen im Internet veröffentlicht. Das sollte auch in Deutschland so sein, denn Wettbewerb führt zu besseren Ergebnissen. Deshalb brauchen wir Transparenz.”

Ein weiteres flächendeckendes Defizit, das der “Politik-Check Schule” offenbart: Bundesweit gibt es zu wenige Ganztagsschulen mit verpflichtendem Angebot. “Wir brauchen die ganztägige Betreuung, weil wir so Schüler besser erreichen und mehr Bildung vermitteln können”, so Professor Hüther. Defizite in der Zeiteffizienz gibt es in vielen Ländern auch noch, weil dort ein konkreter gesetzlicher Auftrag an die Schulen fehlt, Schüler durch gezielte Förderung vor Sitzenbleiben zu schützen.

Insgesamt belegt der INSM-”Politik-Check Schule” jedoch, dass die Kultuspolitiker aller Länder die Herausforderung nach dem PISA-Schock von 2001 als Handlungsaufforderung verstanden haben. Die Expertise lässt auf bessere Lern- und Unterrichtserfolge in den kommenden Jahren hoffen.

Pressekontakt INSM:
Carsten Seim, INSM-Projektleiter, Tel.: (0221) 4981-403, E-Mail: seim@insm.de.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur INSM-Studie “Politik-Check Schule”.

Die Kurzfassung der Studie

Die Pressemitteilung zur Studie

Statement von Prof. Dr. Michael Hüther

Statement der nordrhein-westfälischen Schulministerin Barbara Sommer

Präsentation zur Pressekonferenz

Alle Downloads und Länderprofile

Hier finden Sie alle Länderprofile des INSM-”Politik-Checks Schule”:

Ergänzende Informationen zum INSM-Bildungsmonitor:

Auf der Website, die den “INSM-Politik-Check Schule” präsentiert, ist auch eine bildungsökonomische Studie hinterlegt, die den Ist-Zustand der bildungspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland nach Bundesländern geordnet wiederspiegelt. Der Bildungsmonitor ist eine Betrachtung des Bildungssystems in 13 bildungsökonomisch relevanten Handlungsfeldern. Die Darstellung des Bildungsmonitors im Jahr 2007 unterscheidet sich zur Darstellungsweise in den drei Vorjahren. In den Jahren 2004, 2005 und 2006 wurden die Bildungsbereiche Vor- und Grundschule, allgemeinbildende weiterführende Schule, Lehrausbildung und Hochschulausbildung bewertet.

Mehr Informationen zu dieser Studie der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) aus dem Jahr 2007 finden Sie hier. Im Sommer 2008 wird es eine Neuauflage des INSM-Bildungsmonitors geben.

Der INSM-Bildungsmonitor bewertet, wie erfolgreich jedes Bundesland sein Bildungssystem so ausgestaltet, dass daraus optimale Wachstums- und Beschäftigungsimpulse entstehen. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Bildung auch aus volkswirtschaftlicher Sicht eine Investition in die Zukunft ist. Aus Bildungsprozessen entsteht Humankapital. Darunter versteht man Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen, das in Personen verkörpert ist sowie durch Ausbildung, Weiterbildung und Erfahrung erworben wird. In der Forschung gibt es eine Vielzahl von Theorien und Studien, die die positive Wirkung von Humankapital auf Wachstum und Beschäftigung belegen. Als rohstoffarmes Land ist Deutschland in besonderer Weise darauf angewiesen. Die Studie Bildungsmonitor analysiert erstmals wissenschaftlich, wie stark die Bildungssysteme der Länder die Voraussetzungen für Wachstum schaffen und stellt die Bundesländer als relevante bildungspolitische Akteure in eine Rangfolge.

INSM präsentiert Emnid-Umfrage zu Abgabenbelastung und Beschäftigung: Zwischen Steuersenkung und Mindestlohn: Was schafft wirklich Arbeit?

Sonntag, den 25. Mai 2008

Berlin – Deutschland braucht mehr Jobs: Doch welche Hemmnisse verhindern neue Arbeitsplätze? Eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) befragte sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmen: Was verhindert neue Jobs in Deutschland? Sind es die Lohnnebenkosten oder die schlechte Qualifikation vieler Berufseinsteiger? Ist es der zu rigide Kündigungsschutz oder der Fachkräftemangel? Was antworten die Unternehmer, was die Arbeitnehmer?

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden auf der Pressekonferenz vorgestellt.

Dazu laden wir Sie herzlich ein:

   Termin: Donnerstag, 29. Mai 2008, 11:00 Uhr
   Ort: Bundespressekonferenz, Konferenzraum V, Schiffbauerdamm 40,
  Berlin-Mitte Die Ergebnisse der Umfrage werden vom INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer und dem Geschäftsführer von TNS Emnid, Klaus-Peter Schöppner, vorgestellt.

Bitte teilen Sie uns per Fax mit, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen können.

FAX-Antwort: 030 – 700 186 370

   29. Mai 2008 um 11.00 Uhr
   Im Haus der Bundespressekonferenz,
   Schiffbauerdamm 40, Berlin-Mitte,
   Raum V “Was erleichtert den Einstieg in Arbeit?”

Pressekontakt:

INSM:
Max A. Höfer
Tel.: (0172) 9243939
E-Mail: hoefer@insm.de

„Hürden weg! Einstieg in Arbeit erleichtern.“

Montag, den 28. April 2008

Aktion mit Olympiasiegerin zu den Koalitionsberatungen über den Mindestlohn

Berlin – Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth warb mit einer Aktion vor dem Berliner Reichstagsgebäude dafür, den Einstieg in Arbeit zu erleichtern. Die Aktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft fand anlässlich der Sitzung des Koalitionsausschusses statt, der an diesem Tag über den Mindestlohn beriet. Während der Tagung des Koalitionsausschusses war ein Hürdenparcours vor dem Reichstagsgebäude aufgebaut. Die Hürden symbolisieren dabei fünf Themenfelder, die in Deutschland aktuell viele Menschen am Einstieg in den Arbeitsmarkt hindern: Ausufernde Bürokratie, verbreitete Bildungsdefizite, der beschlossene Mindestlohn, hohe Lohnzusatzkosten und überzogene Kündigungsschutz-Vorschriften. In Deutschland leiden darunter besonders Gering¬qualifizierte, Ältere, Jugendliche und Langzeitarbeitslose.

Die zweifache Olympiasiegerin im Hochsprung, Ulrike Nasse-Meyfarth, Unterstützerin der INSM, diskutierte bei der INSM-Aktion mit Passanten, Poli-tikern und Journalisten. Sie engagiert sich heute beruflich in der sportlichen Jugendarbeit. Nasse-Meyfarth: „Im Sport gilt das Prinzip des fairen Wettbewerbs. Bei einem Hürdenlauf sind die Hürden so ausgelegt, dass sie überwindbar blei-ben. Dies ist auf dem Arbeitsmarkt nicht der Fall. Viele Bewerber stehen hohen Einstiegsbarrieren gegenüber. Das hindert sie daran, überhaupt in den Wett-bewerb einzutreten.“

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer: „Die Große Koalition muss deutlich mehr tun, um den Weg in den Arbeitsmarkt freizumachen. Vor allem aber darf sie keine neuen Hürden aufbauen, wie dies beim Mindestlohn der Fall ist.“ Höfer weiter: „Stattdessen muss die Politik schnellstens alle Hürden am Arbeitsmarkt abbauen und damit die Einstiegs- und Aufstiegschancen für alle zu verbessern.“

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft tritt für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Deutschland ein, um langfristig Wohlstand und Wachstum zu sichern. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.insm.de.

Pressekontakt:
Max A. Höfer,
Tel.: (0221) 4981-404,
E-Mail: hoefer@insm.de

André Hewer,
Tel.: (030) 7 00 18 6752,
(0176)20074203
E-Mail: andre.hewer@s-f.com

Weiterführende Informationen:

Hier können Sie die Pressemeldung als PDF downloaden.

Finden Sie mehr zum Thema Mindestlohn und Arbeitsmarktpolitik im Allgemeinen im INSM-Merkelmeter, der wissenschaftlichen Politik-Analyse der Initiative Neue Soziale Martkwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche:

Arbeitsmarktpolitik

Im Koalitionsausschuss haben Union und SPD sich auf die flächendeckende Einführung branchenspezifischer Mindestlöhne geeinigt. Dies wollen sie über die Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes und die Aktualisierung des Mindestarbeitsbedingungsgesetzes erreichen. Das Entsendegesetz wurde 1996 von der Regierung Kohl eingeführt. Das Gesetz sollte vor allem … Mehr

Ausweitung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes und Modernisierung des Mindestarbeitsbedingungsgesetzes

Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz soll auf alle Branchen ausgeweitet werden, die mindestens zur Hälfte tarifgebunden sind. Alle entsprechenden Wirtschaftszweige, deren Tarifparteien mit einem bundesweiten Tarifvertrag bis zum 31.3.2008 einen gemeinsamen Antrag gestellt haben, werden aufgrund des dann eingeleiteten Gesetzgebungsverfahrens in seinen Geltungsbereich … Mehr

50 Studenten-Sekretariate im Test: Göttingen top – Berlin flop

Donnerstag, den 24. April 2008

Köln (ots) – Etwa 350.000 Schüler immatrikulieren sich in diesem Jahr an deutschen Hochschulen. Erste und wichtigste Anlaufstelle für sie sind dabei die Immatrikulationsämter oder Studentensekretariate der zukünftigen Unis. Wie gehen diese Büros mit ihren baldigen Studierenden um? Unicheck.de hat das getestet.

Das Ergebnis: Die vermeintliche Servicewüste kommt in Bewegung, aber nur ein bisschen. Für Unicheck hat der Deggendorfer Gymnasiast Markus Nagler 50 Immatrikulations-Ämtern eine Mail geschrieben und beispielsweise gefragt, wo er sich nach einem Wohnheimzimmer erkundigen kann. Nach wenigen Stunden waren Antworten im Briefkasten, von immerhin der Hälfte aller Büros. Nur zwei haben gar nicht reagiert, alle anderen innerhalb von zehn Tagen.

Allerdings haben nur fünf Hochschulen alle sechs Fragen beantwortet, die dem Tester unter den Nägeln brannten. Die anderen ließen einzelne oder alle Fragen aus, kopierten stattdessen allgemeine Informationstexte in die Mail. Auch bei den online verfügbaren Informationen für zukünftige Studierende und vor allem den Öffnungszeiten der Büros gibt es große Schwankungen: zwischen 6 und 33 Stunden pro Woche.

Sieger beim Test, in den insgesamt vier Kategorien eingegangen sind, ist die Georg-August-Universität Göttingen, vor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Rostock. Das Schlusstrio (Plätze 48 bis 50) bilden die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, die Hochschule Konstanz und die Humboldt-Universität zu Berlin. “Ein bisschen Licht, aber noch viel Schatten”, kommentiert Ronald Voigt von Unicheck das Ergebnis.

Das komplette Ranking finden Sie hier: http://www.presseportal.de/go2/Studiensekretariate

Unicheck ist ein Portal der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, einer überparteilichen Reformbewegung von Bürgern, Unternehmen und Verbänden: www.insm.de. Unicheck.de wird unterstützt von Unicum, der Financial Times Deutschland (FTD) und dem Verbrauchermagazin Guter Rat.

Pressekontakt:
Ronald Voigt
Tel.: (0221) 4981-418
E-Mail: voigt@insm.de.

Weiterführende Informationen:

Finden Sie mehr zum Unicheck-Test:

Artikel zum Test in den Campus-News des INSM-Portals zu Studiengebühren:

Der erste Eindruck zählt. Jedes Jahr nehmen hunderttausende Abiturienten zum ersten Mal Kontakt mit einer deutschen Hochschule auf. Erste Anlaufstelle sind typischerweise die Verwaltungsmitarbeiter des Studentensekretariats. Ob man dort ein’s auf die Mütze kriegt, das Schweigen im Walde herrscht oder man freundlich informiert wird, Unicheck hat’s für Euch herausgefunden. weiter

Alle Ergebnisse des deutschlandweiten Sekretariatstests von Unicheck als PDF

Der Fragebogen, der an Universitäten verschickt wurde als PDF

Der Fragebogen, der an Fachhochschulen verschickt wurde als PDF

Kindergärten in Deutschland – der Gebührenwahnsinn!

Montag, den 17. März 2008

Neue Studie offenbart große regionale Unterschiede bei den Gebühren kommunaler Kindergärten – von 0 bis 3.888 Euro im Jahr

Gebühren-Ranking von 100 Städten / Eltern in Norddeutschland zahlen oft mehr

Berlin, 17. März 2008 – Ein aktueller Preisvergleich der kommunalen Kindergärten in 100 deutschen Städten offenbart jetzt eklatante regionale Unterschiede. Während einige Kommunen sogar einkommensschwache Familien kräftig zur Kasse bitten, müssen in anderen Städten selbst Besserverdienende keinen Cent für die Betreuung der Dreibis Sechsjährigen zahlen. „Diese Unterschiede haben eine erhebliche soziale Schieflage zur Folge“, so ELTERN-Chefredakteurin Marie-Luise Lewicki. „Und sie behindern die Chancengleichheit unter Deutschlands Kindern.“

Dass die Gebühren kommunaler Kindergärten in Deutschland variieren, ist zwar nicht neu. Wie gewaltig aber die Unterschiede im Bundesgebiet tatsächlich sind, macht jetzt erstmals eine gemeinsame Untersuchung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Zeitschrift ELTERN transparent. Experten der IW Consult, Köln, haben Daten aus den 100 bevölkerungsreichsten deutschen Städten gesammelt und die Kosten für Halbtagsbetreuung verglichen.* Die Studie zeigt, dass Durchschnittsverdiener je nach Stadt viel Geld in die Hand nehmen müssen, wenn sie ihren Nachwuchs in die Kita schicken. So muss beispielsweise eine Familie (Familienbrutto 45.000 Euro) für zwei Kinder in Bremen 3.096 Euro im Jahr aufbringen. INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer plädiert dafür, „den Halbtags-Kindergarten ab dem 3. Lebensjahr als erste Bildungsstufe zu sehen und wie die Schule bundesweit generell kostenfrei zu stellen“. Dem pflichtet Marie-Luise Lewicki bei: „Frühkindliche Förderung entscheidet über spätere Chancen im Leben und darf nicht an finanziellen Hürden scheitern.“

Weitere zentrale Ergebnisse der Untersuchung:

Je höher das Einkommen, desto geringer die prozentuale Belastung

Es gibt verschiedene Methoden, die Beiträge sozial zu staffeln: Viele Städte gewähren Geschwisterermäßigung, andere nicht. Die meisten Kommunen staffeln die Elternbeiträge nach Einkommen, aber nicht alle. Einige Länder schreiben diese Staffelung vor, andere nicht. Im Durchschnitt nimmt der prozentuale Anteil am Bruttojahreseinkommen, den die Eltern für die jährlichen Elternbeiträge in städtischen Kindertageseinrichtungen aufbringen müssen, mit steigendem Bruttojahreseinkommen ab. Die Anzahl der Einwohner in den Kommunen hat keinen kausalen Einfluss auf die Höhe der Elternbeiträge: Weder steigen die Elternbeiträge mit der Anzahl der Einwohner, noch fallen sie strikt.

Teures Norddeutschland

Die Studie belegt, dass die Höhe der Elternbeiträge auch nach Bundesländern zum Teil extrem variiert: Kommunen aus nördlichen Bundesländern belasten Bezieher geringer, mittlerer und hoher Einkommen im Durchschnitt höher als Kommunen aus südlichen Bundesländern. In Nord- und Ostdeutschland sind die Einrichtungen für Geringverdiener oft kaum erschwinglich. Lübeck beispielsweise bittet Eltern mit geringem Familieneinkommen mit 1.692 Euro pro Jahr für ein Kind zur Kasse. Das heißt: Diese Eltern müssen für den Kindergarten bis zu 7 Prozent ihres Jahreseinkommens ausgeben. Von Beziehern hoher Einkommen verlangt Minden die höchsten Beiträge: Wer zwei Kinder im Kindergarten hat, muss hier 3.888 Euro berappen. Hessische und sächsische Kommunen belasten sowohl Bezieher mittlerer als auch hoher Einkommen am wenigsten. Im Saarland, in Berlin, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz bleibt immerhin das letzte Kindergartenjahr kostenfrei.

Heilbronn belegt Spitzenplatz des Rankings

Als einsamer Sieger in jeder der sechs möglichen Konstellationen des Rankings geht Heilbronn hervor: Die finanzielle Belastung für Eltern reduziert sich hier auf null Euro, da die Stadt seit dem 1. Januar 2008 komplett auf Eltern-Beiträge verzichtet. 24 weitere der 100 untersuchten Kommunen stellen das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei.

Detaillierte Ergebnisse der Untersuchung finden Sie im Internet unter www.eltern.de/kita-monitor und www.insm-kindergartenmonitor.de. Sie sind bei Nennung der Quelle: ELTERN & Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) frei verwendbar für die Berichterstattung.

Pressekontakte:

Eva Kersting
Kommunikation / PR
G+J Frauen / Familie / People
Gruner + Jahr AG & Co KG
Tel: (040) 37 03 29 90
E-mail: kersting.eva@guj.de

Carsten Seim
Projektleiter
INSM – Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft GmbH
Tel: (02 21) 49 81 403
E-Mail: seim@insm.de

Downloads:

Pressemitteilung zum INSM-Kindergartenmonitor
Stellungnahme Max A. Höfer, Geschäftsführer der INSMStellungnahme Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin von ELTERN und ELTERN family

Die Städteprofile im Überblick: